Volkskrankheit Schlafapnoe
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Warum gesunder Schlaf so wichtig ist:
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen es eindeutig: Wer nachts nicht ausreichend und gut schläft, ist morgens nicht nur unausgeschlafen, sondern riskiert auf Dauer auch seine Gesundheit.
Wenn nachts die Luft wegbleibt und der Alltag zur Qual wird:
Die Schlafapnoe ist ein krankhafter Atemstillstand während des Schlafes, der bis zu 2 Minuten lang andauern oder bis zu 100 Mal pro Stunde auftreten kann - und das Nacht für Nacht! Für die meisten Betroffenen bleibt dieser ständige Kampf um Luft unbemerkt, doch seine Folgen treten umso deutlicher zu Tage. Die Lebensqualität ist spürbar eingeschränkt, man fühlt sich morgens oft wie "gerädert", ist tagsüber unausgeschlafen, unkonzentriert und müde.

Eine Gefahr für sich und andere:
Viele Betroffene schlafen aufgrund der gestörten Nachtruhe tagsüber unwillentlich immer wieder kurz ein. Dieses kurze "Einnicken", auch Sekundenschlaf genannt, kann besonders am Arbeitsplatz und im Straßenverkehr tödlich sein.
Auch die Lebenserwartung ist verkürzt:
Neben der eher lästigen Begleiterscheinung "Schnarchen" hat eine Schlafapnoe weitaus gefährlichere Folgen: Da der menschliche Körper durch die Atemaussetzer nicht genügend Sauerstoff bekommt, werden Herz und Kreislauf extrem belastet.
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Apnoe: Keine vorschnellen Schlüsse ziehen
Nächtliche Atemaussetzer erhöhen das Sterberisiko
Nachts setzt bei manchen Menschen regelmäßig die Atmung aus, meistens ohne, dass sie es merken. Das fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Amerikanische Wissenschaftler haben nun aber nachgewiesen, dass eine schwere Schlafapnoe sogar das Sterberisiko erhöht - und zwar um 100 Prozent
Dass regelmäßige nächtliche Atemaussetzer zu Bluthochdruck, Herzinfarkten und Schlaganfällen führen können, ist bereits bekannt – einer neuen Studie zufolge erhöhen schwere Atemstillstände während des Schlafs (ab 30 Atempausen pro Stunde) aber auch die Gefahr eines vorzeitigen Todes. Allgemein ist das Risiko bei Erwachsenen mit schwerer Schlaf-Apnoe anderthalb Mal höher als bei Erwachsenen ohne derartige Schlafstörungen, wie die in der jüngsten Ausgabe der Medizinzeitschrift PLoS veröffentlichte Studie ergab. Männer zwischen 40 und 70 Jahre mit schweren Apnoen tragen demnach ein doppelt so hohes Risiko. Für ihre Studie untersuchten die Forscher unter Leitung von Naresh Punjabi von der John Hopkins Universität in Baltimore 6000 Männer und Frauen mit Apnoen. Jeder vierte Mann und jede zehnte Frau leiden unter derartigen nächtlichen Atemaussetzern, diese können wenige Sekunden, aber auch bis zu eine Minute andauern. Die Schwere wird per Apnoe-Hypopnoe-Index gemessen, unter anderem anhand des Sauerstoffgehalts im Blut.
Quelle: WELT Online | 18. August 2009



